5 Methoden, CBD einzunehmen und wann du sie brauchst


Sicher hast du auch schon gehört, dass oral eingenommenes CBD erst durch den Verdauungsapparat muss. Und dass es andererseits beim Dampfen viel schneller ins Blut gehe, ALSO auch besser wirke. Hier erkläre ich dir, warum ich diese Aussage für zu simpel halte. Außerdem liest du mehr über meine eigenen Erfahrungen beim Einnehmen.


Schon mal versucht, etwas unter die Zunge zu träufeln?

Viel Spaß dabei. Was ich schon versehentlich wohin getropft habe, erzähle ich lieber nicht.

Vielleicht liegt es ja an mir, aber ich finde das extrem schwierig: Es fordert unsere Augen, unser Gehirn, unser Timing sowie Muskeln in Arm und Fingern der Hand, welche die unselige Pipette hält.

Schlimmer: Damit im Zusammenhang stellten sich mir ein paar aufmüpfige Fragen. Warum soll man das überhaupt so machen? Wo liegt der Sinn, und hilft das auch so, wie ich es brauche?

Was willst du mit CBD erreichen?

Hier steht wieder einmal die Frage im Mittelpunkt, was du mit CBD erreichen willst. Du nimmst es ja – hoffentlich! – nicht einfach so, sondern versprichst dir was davon. Meist läuft es auf zwei Dinge hinaus:

+ Du willst, dass CBD sofort wirkt.

+ Oder es soll auf lange Sicht etwas bewirken.

Eine Begründung für die bekannte Methode liegt ja darin, dass CBD über die Schleimhäute schneller ins Blut geht. Dann wäre das klar, wenn du etwa rasche Entspannung suchst oder auch Schmerzlinderung. Aber was soll es da konkret tun? Schauen wir uns dazu einmal an, wo und wie CBD wirkt.


So wirkt CBD auf dein Verdauungssystem

CBD beeinflusst dein körpereigenes System von Rezeptoren und Botenstoffen, das sogenannte ECS (Endocannabinoidsystem). Dieses System sorgt für die maximale Wirkung von CBD im Körper. Hier ist die Antwort auf die Frage, wo CBD in deinem Körper hin soll, um zu wirken: an die Rezeptoren!

Je nachdem, wie rasch es dort ankommt, desto rascher wirkt es, klar.

Man könnte nun annehmen, das ECS liege im Gehirn. Da liegt es zwar auch, aber nicht nur: Die Rezeptoren verteilen sich vielmehr über deinen ganzen Körper. Ein Teil davon befindet sich auch im Verdauungstrakt. Im Magen und im Darm etwa sind Rezeptoren, die deine Sättigung beeinflussen. Wann du Appetit hast und wann du satt bist, hängt darum auch von deinem CBD-Konsum ab.

Hier wirkt CBD aber auch antientzündlich, kann also deine Darmflora und die Schleimhäute positiv beeinflussen. So soll CBD bei Morbus Crohn helfen, einer chronischen Darmentzündung. Damit ist klar, dass ein Teil des CBD durchaus deinen Darm erreichen sollte, wenn du eine solche Wirkung anstrebst!

Es ist also nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Aussage, es ginge schneller ins Blut und wirke darum besser, scheint mir persönlich ein bisschen zu einseitig. Denn nicht immer braucht es das.

Vielmehr wirkt CBD an vielen Orten im Körper. Weitere Wirkungen leiten sich aus der Lage und der Funktion der Rezeptoren ab. Dazu ein Überblick.


Cannabinoid-Rezeptoren im Körper – Übersicht

  • Gehirn
  • Immunsystem
  • Knochen
  • Haut
  • Verdauung
  • Nerven
  • Fortpflanzungssystem
  • Augen

Man unterteilt die Rezeptoren in CB1-Rezeptoren und CB2-Rezeptoren. Die erfüllen unterschiedliche Aufgaben und arbeiten mit unterschiedlichen Cannabinoiden zusammen.

CBD beeinflusst vor allem CB2-Rezeptoren. Die finden sich vor allem im peripheren Nervensystem, in den Knochen und im Abwehrsystem. Aber auch in Herz, Leber, Haut, Verdauungstrakt und Keimdrüsen.


–> Eine gute Übersicht bietet diese Seite:

https://www.naturheilkunde-krebs.de/cannabidiol-cbd-bei-krebs/wirkung-von-cannabidiol-cbd-studien/


Wie du CBD einnehmen solltest, hängt von deinen Absichten ab

Nun wird klar, dass es immer von deinen Absichten abhängt, wie du CBD einnehmen solltest. Natürlich geht es auch um deine persönlichen Vorlieben, doch ich finde, sie sollten nicht die Oberhand gewinnen. Auch ist es keineswegs automatisch erstrebenswert, dass CBD schnell ins Blut geht.

Stop. Aber wenn ich will, dass es schnell wirkt, ist es doch gut, wenn CBD schneller ins Blut geht?

Sicher. Bedenke aber auch: Es geht schneller ins Blut, verlässt den Körper aber auch wieder schneller.

So wirkt Dampfen zwar rascher, soll aber nur für vier bis fünf Stunden vorhalten. Wenn du hingegen CBD oral einnimmst, also als Öl oder Kapseln, wirkt es zwar später: Das kann bis zu eine Stunde dauern! Doch es bleibt auch länger im Körper aktiv. Manche sprechen von bis zu acht Stunden.

Meine Erfahrung mit CBD-Öl

Wenn du ein Öl so lange im Mund behältst, wie du es eben schaffst, am besten zehn bis fünfzehn Minuten, dann wirkt es tatsächlich schneller. Nämlich noch bevor du das erste Mal herunterschluckst. Ich spüre dies in einer allgemeinen Entspannung meines Körpers. Sie setzt nach ungefähr zehn Minuten ein. Hinzu kommt ein leichtes Kältegefühl im Mund – dort, wo die Tropfen die Schleimhaut erreichen.

Fünf Methoden, wie du CBD einnehmen kannst

#1 – CBD-Öl unter die Zunge tropfen und da so lange wie möglich behalten!

Wie wirkt es: schneller als bei Aufnahme über den Magen! Es geht rascher ins Blut, ähnlich wie beim Dampfen.

Nachteil: Du fängst nach kurzer Zeit an, Speichel zu bilden. Manch einer erträgt auch den leicht bitteren Geschmack des Hanfs nicht.

So wirst du damit fertig: Achte beim nächsten Kauf auf ein Öl, welches nicht Hanföl als Trägeröl hat. Es gibt durchaus gute Öle mit anderen Trägerölen, die schmecken dann weniger aufdringlich.

#2 (oft empfohlen) – CBD-Öl unter die Zunge tropfen und 30 – 90 Sekunden dort halten, dann runterschlucken.

Wie wirkt es: recht langsam. Auch hier nimmst du ein wenig über die Schleimhäute auf, aber natürlich nicht so viel wie bei Methode #1.

Nachteil: Weil das CBD im Magen ankommt, geht ein wenig davon verloren. Grund ist unter anderem die Magensäure, welche das CBD angreift. Aber auch die Leber entgiftet deinen Körper. Deshalb ist es in der Diskussion, ob CBD der Leber schaden kann.

Wie wirst du damit fertig: Akzeptier das oder teste andere Einnahmemethoden.

#3 – dampfen oder rauchen

Wie wirkt es: schnell! Du rauchst entweder auf Lunge oder dampfst auf Backe. In beiden Fällen geht das CBD aus deinem Liquid sehr rasch in dein Blut über. Das transportiert es durch deinen Körper zu allen möglichen Rezeptoren.

Der Weg durch den Magen fällt weg. Das hat zwei Vorteile: Die Wirkung setzt sehr schnell ein, wie Verbraucher übereinstimmend berichten. Und du verlierst kein CBD, weil du es auch hier über die Schleimhäute aufnimmst.

Nachteil: alle Nachteile, die E-Zigaretten generell haben. Eine noch junge Technologie, deren langfristige Nachteile noch nicht gründlich erforscht sind. Zudem teuer in der Anschaffung, wenn du keine E-Zigarette, sondern einen echten Vaporizor anwendest. (Und den dann mit CBD-Öl befüllst.)

So wirst du damit fertig: Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Dann riskieren – oder andere Einnahmemethode bevorzugen.

#4 – CBD Kapseln schlucken

Wie wirkt es: verzögerte Abgabe an den Körper. Gründe sind die Kapselhülle und die Verdauung. Eine Aufnahme durch die Schleimhäute im Mund fällt hier komplett weg. Vorteil an dieser Methode: Du kannst sehr exakt dosieren, im Gegensatz zum Öl oder auch zur E-Zigarette.

Nachteil: wie bei Methode #2

#5 – CBD-Öl auf die Haut massieren

Weil CBD auch Bestandteil von Kosmetika ist, lässt CBD-Öl sich natürlich auch äußerlich anwenden. Fang aber auch hier langsam an, bei einfachen Kopfschmerzen reicht manchmal schon je ein Tropfen auf beide Schläfen.

Wie wirkt es? Schnell! Und nein, das färbt nicht! Ich spreche aus Erfahrung.

Nachteil: schwer zu dosieren

Wie wirst du damit fertig: mit schlichtem Ausprobieren.

Fazit: CBD einnehmen ist abhängig vom Zweck

Was du wann brauchst, hängt von dem ab, was du erreichen willst. Nimmst du CBD akut, zum Beispiel zur raschen Entspannung, teste die schnellen Methoden. Dass CBD dann auch schneller in der Wirkung wieder nachlässt, sollte dir bewusst sein.

Willst du hingegen CBD einnehmen, um einen Spiegel aufzubauen, dann teste ruhig die langsamere Methode. Hier bietet sich CBD-Öl an oder Kapseln. Das CBD bleibt bis zu acht Stunden im Körper und du kannst gut über den Tag verteilt nachlegen.


→ Auch ich werde in naher Zukunft mal ausprobieren, wie meine Migräne auf Dampfen reagiert! Ob sich damit akute Schmerzen wirklich beseitigen lassen – mit dem Öl klappt das ja noch nicht so gut, jedenfalls nicht so, wie ich mir das wünsche.

Näheres zu gegebener Zeit hier im Blog!



Entspannte Grüße – Susanne

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