Ablenken in Zeiten von Corona – ein Tipp

Alle reden von Lockerungen, ich rede vom Ablenken. Warum?

Weil ich meine, dass uns die Corona Krise weiter schädigt. Wir sind verunsichert, ja traumatisiert. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Ganz klar ist jetzt die Zeit, aktiv Methoden der Entspannung zu praktizieren. Eine bessere Ablenkung gibt es kaum, weil Körper und Geist zur Ruhe kommen.

Trauerweide hängt ihre Zweige wie einen Vorhang über das Wasser - Symbol für das Waldbaden.
Waldbaden – aktive Ablenkung von der Corona-Pandemie

Eine meiner Lieblingsmethoden dazu ist Waldbaden. Nicht so einfach, wenn die ganze Großstadt mit rauskommt, weil das Wetter gerade so schön ist … Aber es geht trotzdem, und zwar mit einem Trick.


Dies ist ein Beitrag zu einer Blogparade!

Blogparade – Ablenkung von der Corona-Pandemie

Ins Leben gerufen von Reisebloggerin Lisa-Marie. Mehr dazu findest du in ihrem Blog unter diesem Link: https://lisa-marie-travel.de/blogparade-corona/


So lenke ich mich ab

Wenn mir mal wieder alles zu viel wird, schalte ich den Computer aus. Ich greife zu einem Buch, das immer in Reichweite steht. Vor wenigen Monaten habe ich es in einem Antiquariat erstanden, für den Bruchteil dessen, was es wirklich wert ist. Und dieser Wert lässt sich in Geld nicht ausdrücken. Eigentlich ist er unschätzbar.

Denn dabei handelt es sich um einen Prachtband von National Geographic. Er beinhaltet ein bisschen Text und eine Menge Bilder. Großformat, so groß, dass ich damals Mühe hatte, es in meinen Rucksack zu stopfen, um es nach Hause zu bekommen.

Ich kann hier leider aufgrund von Rechten undsoweiter keine Fotos davon reinstellen. Stell sie dir vor, denn sie sind wunderschön: verwunschene Wälder. Bergketten, deren Ende sich dem Auge entzieht. Ein einsamer, röhrender Hirsch stößt deutlich sichtbar seinen dunstigen Atem aus. Baumstümpfe vor Sumpflandschaft. Flussläufe schlängeln sich sanft aus dem Bild.

Du möchtest nur noch schauen, schauen, schauen.


Waldbaden für Arme?

Ok, das schoss mir auch durch den Kopf. Aber so ist es nicht. Denn diese Methode ist eine uralte Entspannungsmethode. Real findet sie draußen im Wald statt, im Rahmen eines ausgedehnten Spaziergangs.

Das bewirkt Waldbaden:

  • Blutdruck und Puls sinken
  • Stress lässt nach
  • Du schaltest leichter ab

Im Gegensatz zum Wandern musst du aber langsam gehen. So wie du in der Badewanne ja auch nicht daran denkst, irgendwelche Bahnen zu ziehen. Vielmehr schaust du alles aufmerksam an und versuchst, es in dich aufzunehmen. Kleinigkeiten ebenso wie das große Ganze. Betrachte alles, finde deine Ruhe und entspanne dich.

Waldbaden: Achte auf jede Kleinigkeit, die du erblickst! Im Bild: Löwenzahn am Boden.
Waldbaden: Jede Keinigkeit lädt zum Betrachten ein.

Das ist aktive Entspannung! Wie heilsam das ist, zeigt die Tatsache, dass Waldbaden in Japan als Therapie anerkannt ist. Dort heißt es dann Shinrin Yoku.

Was nur wenige wissen: In Ermangelung eines Waldes vor deiner Haustür kannst du auch Fotos betrachten.

Das fand eine Studie bereits in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts heraus (Quelle im Anhang): Betrachten wir aufmerksam Naturbilder, dann wirken sie auf uns, als seien wir dort. Mitten in der Wildnis. Da, wo wir nie einen Fuß hinsetzen werden. (Jedenfalls hoffe ich das, denn in meinem Buch geht es um die letzten wilden Wälder Europas.)


Aber bleiben wir beim Thema. Um abzuschalten, eignet sich diese Methode hervorragend. Diese Art der Entspannung ist ebenso wirksam wie das echte Waldbaden. Du spürst, wie sich dein Puls beruhigt. Wie der Stress quasi sofort nachlässt. Wie du endlich mal den Kopf freibekommst.

Daran erst merkst du, wie angespannt du die ganze Zeit warst. Wenn etwas Ablenkung ist, dann das!

Bleibt die Frage …

Warum nicht einfach rausgehen und Shinrin Yoku praktizieren?

Ich lebe in einer Großstadt. Wenn ich auf die Idee komme, rauszugehen, bin ich damit nie allein. Selbst abgelegene Parks teile ich mir immer mit anderen. Beliebte Parks wimmeln vor Joggern, Familien mit Kindern, Gruppen von Jugendlichen, anderen Spaziergängern … Das ist nicht Sinn der Sache. Da finde ich keine Ruhe.

Weil ich zusätzlich auch an Migräne leide und weil diese ursächlich mit Stress zu tun hat, habe ich schon früh alle möglichen Entspannungsmethoden trainiert. Eine davon ist Waldbaden mit Bildern. Zudem habe ich in meiner Wohnung einen Rückzugsort.

Mir hilft das ausgezeichnet, wenn mir alles zu viel wird. Ganz wichtig: Medien aus! Ob Smartphone oder Laptop – außer den Fotos ist nichts weiter nötig.


Schlusswort: Blogparade und Ablenken

Natürlich wäre es besser, hinausgehen zu können, aber nicht immer geht das. Und selbst wenn es uns gelang – da draußen Ablenkung zu finden, war und ist immer noch sehr schwierig. Werden wir doch durch die veränderte Stadt immer daran erinnert, was wir gerade durchleben.

Darum ist es wichtig, sich auch mal davon abzulenken. Das geht am besten mitten im Wald. Wer den nicht direkt vor der Haustür hat, kann das auch zu Hause praktizieren. Aktive Methoden der Entspannung können helfen. Eine der einfachsten und wirkungsvollsten ist das Waldbad mithilfe von schönen Naturfotos.


Blogparade – da war doch was?

Ja, da war was. Hier gibt es den Beitrag “Glückstropfen“, ebenfalls ein Blogparadenbeitrag. So etwas hilft uns Bloggern, uns untereinander zu vernetzen, mal was anderes kennenzulernen und auch andere auf unsere Blogs aufmerksam zu machen.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Lisa-Marie für die Anregung!

Entspannte Grüße – Susanne

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Quellen

Bildband: National Geographic “Wilde Wälder in Europa”, Hamburg, 2011.

Studie: Natural Versus Urban Scenes – Some Psychophysiological Effects (1981)


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