CBD: Bist du nicht doch ein kleines bisschen abhängig?

Überall steht, CBD mache nicht abhängig. Doch stimmt das überhaupt? Immerhin stammt dieser Stoff aus dem Hanf. Viele Menschen haben deshalb immer noch Berührungsängste. Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht und bin zu einem Ergebnis gekommen. Dieser Text wird mehrere Gründe dafür anführen, weshalb die Einname von CBD nicht abhängig macht. Weiter unten schreibe ich auch etwas über meine eigene Erfahrung dazu. Schließlich habe ich schon mehrfach eine CBD Öl Pause eingelegt: Lies jetzt, wie es mir damit ging!



CBD Abhängigkeit?

Wer kennt das nicht: Morgens gerät der Griff nach der Kaffeedose zum Fiasko. Mist, Kaffee ist alle! Und du hast vergessen, nachzukaufen. Du stehst in der Küche, noch völlig verschlafen, und fragst dich, wie du das überleben sollst.

Klar, das ist übertrieben. Aber ein bisschen was ist schon dran, nicht wahr? Jeder Kaffeetrinker kennt die Panik, den Schweißausbruch, das Entsetzen – fast wie ein Junkie.


Definition Abhängigkeit

Was ist eigentlich Abhängigkeit? Darunter versteht man den Drang oder Zwang, sich einem bestimmten Reiz auszusetzen. Meist mit Hilfsmittel (Droge), welches in die Körperchemie eingreift. Wiederholung tut Not, weil ein Gewöhnungseffekt eintritt. Man braucht also immer mehr davon, um denselben Effekt zu erzielen.

Tatsächlich sind viele Menschen Kaffeejunkies. Doch nur wenige machen sich das klar. Kann es nicht sein, dass unser Umgang mit CBD derselben Täuschung unterliegt?


Aus diesen drei Gründen macht CBD nicht abhängig

Wenn man ohne etwas nicht mehr (so gut) leben kann, ist man abhängig davon. Ohne CBD hätte ich definitiv mehr Migräne. Also lebe ich ohne CBD schlechter. Bin ich also von CBD Öl abhängig?


1) Junkies vergessen ihren Stoff nicht!

Bester Beweis: Bereits mehrfach habe ich die Nachmittagsgabe vergessen, in den letzten zwei Wochen sogar vermehrt. Ich hatte einfach zu viel zu tun und merkte es oft erst am Abend.

Anstatt aber fahrig nach dem Fläschchen zu greifen und die Dosis nachzuholen, ließ ich sie einfach weg. Also nichts mit Drang oder Zwang.

Normalerweise nehme ich die zweite Dosis um sechzehn Uhr. Doch auch Stunden später zeigten sich keine klassischen Entzugserscheinungen: Weder brach mir der Schweiß aus, noch wurde ich extrem unruhig oder bemerkte sonstige Anzeichen körperlicher Abhängigkeit.

Natürlich gibt es auch eine psychische Abhängigkeit. Aber auch da: nichts! Keine Gedanken, die ständig und ausschließlich um CBD kreisten. Einmal fiel mir sogar erst am nächsten Morgen auf, dass ich es wieder mal vergessen hatte!


2) Cannabis macht weniger stark abhängig als Nikotin

Ja, manchmal tut ein wenig Whataboutism ganz gut. Denn er rückt die Dinge zurecht.

Cannabis ist eigentlich nur der lateinische Name für Hanf. Obwohl es als Bezeichnung für stark THC-haltigen Hanf genutzt wird, enthält jede Cannabis-Sorte auch immer CBD.

Darum können wir für unsere Überlegungen auch die folgende Studie heranziehen. Darin wurde untersucht, welcher Stoff wie stark abhängig macht. Man kann das daran ermessen, wie viele der Einsteiger an etwas “kleben” bleiben. Wie viele also von dem Stoff später nicht mehr loskommen.

Grundlage der Untersuchungen war eine epidemiologische Erhebung quer durch die gesamte USA (National Epidemiological Survey on Alcohol and Related Conditions = NESARC). Darauf basierend wurde geschätzt, welches Suchtpotenzial welcher der genannten Stoffe besitzt.


So viel Prozent der Nutzer werden abhängig:

  • 67,5 % Nikotin
  • 22,7 % Alkohol
  • 20,9 % Kokain
  • 8,9 % Cannabis

Zur Veranschaulichung eine kleine Infografik. Oben steht der Stoff, der am meisten süchtig macht!

Infografik, welche den folgenden Text optisch abbildet.
Infografik: So abhängig macht Cannabis! Nicht vergessen: CBD stammt aus dem Hanf (lat. Cannabis)

Viele Menschen hätten an erster Position sicherlich Cannabis vermutet. Oder wenigstens Kokain. Doch nein, es ist: Nikotin! Mehr als 65 % kommen davon nicht mehr los, wenn sie es einmal probiert haben. Nikotin hat damit ein sehr großes Suchtpotenzial (1).

Und? Was heißt das nun für unser Thema? Wenn schon Cannabis so wenig abhängig macht, dürfte CBD das noch viel weniger tun.

[Frage am Rande: Wieso ist eigentlich Cannabis verboten, Tabak aber nicht?]


3) Keine Entzugserscheinungen bei CBD Öl

Immer mal wieder lege ich eine CBD Öl Pause ein. Da müsste es ja zu Entzugserscheinungen kommen. Und damit meine ich NICHT, dass mein Problem einfach zurückkehrt. Genau das ist aber der Fall – ich habe wieder mehr Migräne.

Mehr tut sich nie. Entzugserscheinungen sollten aber mehr sein als die einfache Rückkehr zum Status Quo.

Und noch etwas beobachte ich: Irgendwann findet jeder seine persönliche CBD “Wohlfühldosis”. Bei mir sind das zweimal täglich ungefähr vier Tropfen von fünfprozentigem CBD Öl. Wäre ich wirklich abhängig, dann bliebe es nicht dabei. Stattdessen bräuchte ich immer mehr.

Auch einen Kontrollverlust konnte ich an mir nicht feststellen. Ob ich unleidlich werde, wenn ich mein CBD nicht kriege? Hm. Kann ich nicht finden.


Hier noch einmal alle Symptome einer Abhängigkeit / Entzugserscheinungen:

  • du gewöhnst dich dran
  • du brauchst immer mehr
  • du hast es nicht mehr unter Kontrolle
  • du bekommst körperliche Probleme, wenn du es mal weglässt oder absetzt
  • du wirst unleidlich, wenn du deine Dosis nicht kriegst

Die hat ja keine Ahnung, wovon sie redet, denkst du vielleicht jetzt. Wer nie süchtig war, kann nichts darüber wissen!

Stimmt. Aber auch dazu zwei Punkte.


Meine persönliche Erfahrung mit Sucht

Ich bin Ex-Raucherin. Ich habe es nur unter größten Mühen und mit einem mentalen Trick geschafft, davon loszukommen. Wenn ich mal mehr Zeit habe, schreibe ich in einem extra Blog, wie jeder das ein für allemal schaffen kann.

Zudem bin ich von was anderem abhängig. Zeit für ein Bekenntnis …


Mein Bekenntnis: Ja, ich bin abhängig. Aber nicht von CBD Öl!

Ich gebe zu, ich bin ein Junkie. Ich kann nicht ohne Zucker. Schokolade, Kuchen, Eis: Her damit, ich liebe es!


Leider muss ich mich wegen der Migräne seit Jahren damit zurückhalten. Außerdem kenne ich inzwischen das hochgradige Suchtpotenzial von Zucker und habe gelernt, mir nur die Menge zuzugestehen, die ich auch vertrage.

Weil wir oben von Studien geredet haben … Es gibt da eine, die gesteht Zucker noch mehr Suchtpotenzial zu als Kokain (2). Wer dazu ein bisschen mehr wissen möchte, liest dies hier: Focus online über Zucker und ob es süchtig macht.

DAS macht wirklich abhängig.

Nicht CBD!


Fazit: CBD macht niemanden abhängig!

Das gilt sowohl körperlich wie auch psychisch. Es gibt keine Entzugserscheinungen, wenn du es absetzt. Nur die Probleme, die du damit bekämpfen wolltest, kommen früher oder später zurück.


Quellen

(1) Lopez-Quintero et al, 2010: Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3069146/?utm_source=tech.mazavr.tk&utm_medium=link&utm_compaign=article

(2) Lenoir et al, 2007: Intense Sweetness Surpasses Cocaine Reward. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1931610/

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