MÜK: Wenn Schmerzmittel noch mehr Kopfschmerzen machen

Es gibt da etwas, das mich zutiefst beunruhigt.

In den letzten Wochen habe ich so viel Schmerzmittel geschluckt wie sonst in einem halben Jahr.

Warum ich das nicht möchte: Schmerzmittel sind nicht harmlos. Sie schaden dem Körper. Und sie können abhängig machen. Mehr noch: Im schlimmsten Fall bekommt man so eine Art Dauerkopfschmerzen. Bekannt ist das unter der Abkürzung MÜK.


Titelgrafik. MÜK: Wenn Schmerzmittel noch mehr Schmerzen machen.
MÜK steht für Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz

Was ist MÜK?

Medikamenten-

Übergebrauchs-

Kopfschmerz

Heißt: Ich rutsche gerade ganz gepflegt in eine Schmerzmittelabhängigkeit.

Und ich habe davon nicht mal was, denn auch die Kopfschmerzen werden mehr!


Definition MÜK

Wer zu viele Kopfschmerztabletten nimmt, etwa bei Migräne, bekommt davon Kopfschmerzen.

Gerade dann gefährlich, weil überall empfohlen wird (und auch ich richte mich danach), bei beginnender Migräne unverzüglich Tabletten zu nehmen.

Genauer: Es geht um bestimmte Schmerzmittel, die gegen Kopfweh eingenommen werden. Nimmst du sie mehr als 10 Tage monatlich, und zwar mehr als 3 Monate hintereinander, kann so etwas entstehen.

Also Schmerzmittel bei Kopfweh alle 2 – 3 Tage!

Gefährdet sind alle Menschen mit Kopfschmerzen, die Medikamente dagegen nehmen:

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Triptane
  • ASS
  • weitere Schmerzmittel

Bei mir geht das Ganze zwar noch nicht so lange. Dennoch meine ich, betroffen zu sein. Ich merke das!


Wie kann sich MÜK äußern:

Dauerkopfschmerz oder äußergewöhnlich häufiger Kopfschmerz. Dann bist du der Meinung, dringend Schmerzmittel zu brauchen. Nenne mich altmodisch, aber für mich ist das Tablettensucht.

Ausnahme: Wenn jemand allerdings Tabletten nimmt, weil er akut ein Problem hat UND vor allem anschließend problemlos damit aufhört, dann ist das kein MÜK.

Disclaimer: Mir ist klar, dass es Patienten mit ganz anderen Problemen gibt. Sie brauchen Schmerzmittel dringend, auch für länger. Hier rede ich ausschließlich von solchen wie mir, also reine Migräne-Patienten oder sonstige ausschließlich von Kopfschmerz Betroffene.

Es gibt nach offiziellen Angaben circa 500.000 Menschen mit MÜK in Deutschland.

Vermutlich sind es aber noch viel mehr.

Mir zum Beispiel wäre so etwas bis vor ein paar Jahren gar nicht aufgefallen. Ich hielt es für normal:

Alle zwei bis drei Tage Kopfschmerzen und also Schmerzmittel ohne Limit. Ich wusste einfach nicht, was ich heute weiß und hielt die Tabletten für harmlos. Somit kurierte ich mich selbst – und tauche daher auch in keiner Statistik auf!


Kann es sein, dass ich MÜK entwickelt habe?

Es ist nicht diagnostiziert. Aber aus bestimmten Gründen vermute ich, dass es in die Richtung geht.

Meine erste Supermigräne trat ja auf, als das Wetter so verrückt spielte. Das war am 15. Februar. Es lässt sich in den Wochenberichten nachvollziehen, wo ich ja alles sehr genau aufschreibe.


Und noch etwas fällt mir auf.

Der Schmerz ist jetzt anders, nicht wie bei Migräne einseitig und pochend. Dazu gibt es einen TEST: Wenn ich mich vorbeuge und wieder hoch komme, pulsiert da nix, sonst bei mir ein deutliches Migräne-Zeichen.

Auch ist mir nicht schlecht und die Schmerzen sind nur leicht bis mittelstark.

Und es kommt nun alle zwei bis drei Tage zu Kopfweh. Das ist außergewöhnlich und ich kann das nicht mehr nur auf das Wetter schieben.

Ich muss mir eingestehen, dass ich ein Problem bekomme, wenn ich so weitermache.


Irrtum möglich: Was ist bei mir anders als bei MÜK

Die Einnahme von Schmerzmitteln kann die Kopfschmerzen noch verschlimmern. Das tut es bei mir nicht, sonst würde ich die Mittel ja nicht nehmen.

Ich beobachte somit keine Verstärkung der Schmerzen selbst. Was ich beobachte, ist vielmehr eine Häufung der Tage, an denen ich Kopfweh habe.


Was kann man tun, wenn man MÜK entwickelt?

Zunächst: Wenn du in einer ähnlichen Situation bist …

Geh zum Arzt!

Mit seiner Hilfe pausierst du dann mit dem betreffenden Mittel. Das musst du lange tun, für mehrere Wochen. Klingt für Schmerzpatienten lange, ist es auch. Wer es aber schafft, bis zu acht Wochen keine Schmerzmittel zu nehmen, hat MÜK normalerweise überwunden.


Gegensteuern mit CBD Öl?

Du kannst mit deinem Arzt auch dies besprechen:

Mit CBD Öl lässt sich vielleicht gegensteuern. Denn CBD wird nachgesagt, auch bei Problemen mit Abhängigkeiten zu helfen, etwa beim Nikotin-Entzug.

Ich gehe darum davon aus, dass es auch mir helfen wird. Und sei es aus einem ganz einfachen Grund:


Weniger Migräne heißt: weniger Schmerzmittel!


Hiermit erkläre ich deshalb die CBD Pause für beendet und besorge mir schleunigst das nächste CBD Öl.

Ich habe auch schon eine Ahnung, wo. Offline, denn es ist dringend!

Mehr dazu wie üblich im nächsten Wochenbericht. Der erscheint hier am Sonntag. Wenn dich interessiert, wie es weitergeht, lies doch wieder rein!


Challenge?

Dies schreibe ich gedopt. Aber ich hoffe, heute meine letzte Dosis ASS für mindestens zwei Monate genommen zu haben.


Angespannte Grüße – Susanne

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