Tutorial: 3 hilfreiche Notfallmaßnahmen bei beginnender Migräne


Du wachst schon morgens mit dem auf, was wir schwerer Kopf nennen: Dazu noch gestern dieser verdächtige Heißhunger auf Süßes. Klar: Wenn du jetzt nichts unternimmst, bekommst du später eine fette Migräne. Am besten wäre, liegenbleiben und den Tag ausfallen lassen. Aber du musst zur Arbeit, wahlweise in die Schule oder die Uni. Außerdem hast du die Nase gestrichen voll davon, dir von einer Krankheit deinen Tagesablauf diktieren zu lassen. Lies hier, was ich in diesen Fällen tue.

Migräne vorbeugen: vom Druck im Kopf, der wahnsinnig macht

Ich nenne es Druck im Kopf. Weil es permanent da ist. Und zwar überall, ganz im Gegensatz zur echten Migräne, die bei mir und bei vielen anderen einseitig ausfällt. Es nervt, was an sich ja noch erträglich wäre. Schlimmer ist das Gefühl, möglicherweise wieder einen Tag zu verlieren. An eine Krankheit die keiner richtig kennt und gegen die es scheinbar kein Migräne Mittel gibt. Jedenfalls keines, das Migräne dauerhaft vertreibt.

Also Druck im Kopf, mal wieder, und es kann, muss aber nicht zur Migräne werden. Aber auch wenn es nicht dazu kommt, habe ich permanent Angst davor, in was sich das hier noch verwandelt. Der Tag ist im Eimer.

Es sei denn, ich unternehme was. Es gibt ein paar Verhaltensregeln, die ich mir einst erdacht habe und die bei mir normalerweise sehr gut gegen Migräne helfen.


Migräne vorbeugen: Löse Verspannungen!

Im Prinzip läuft es auf Verspannungen hinaus, die ich auflöse. Den Tipp habe ich aus einem Buch über Augenentspannung. Dass es auch beginnender Migräne vorbeugen kann, bemerkte ich eher nebenbei, als mein Kopf nach der Kopfhautmassage aus Tipp #1 plötzlich völlig klar war. Irgendwas hatte ich also richtig gemacht!

Ich weiß bis heute nicht, was das ist, habe aber eine Vermutung: Über den Kopf verlaufen ja auch Muskeln. Sind sie verspannt, können sie für Migräne verantwortlich sein. Dann hilft eine solche Massage sehr gut.

Hilft sie nicht, ist eben was anderes schuld. Vielleicht eine Verspannung an anderer Stelle? Wer autogenes Training beherrscht oder Progressive Muskelentspannung, der sollte jetzt eine lange Übung zur Entspannung einlegen. Doch es geht auch manuell, wie mir immer wieder gut verlaufende Migräne Episoden zeigen.


Tipp #1 – Tutorial Kopfmassage: effektives Anti-Migräne Mittel

Du nutzt die Fingerspitzen, um die Kopfhaut zu massieren und zu lockern. Dabei setzt du an der Schädelbasis an. Sie befindet sich hinten an deinem Kopf am Übergang zum Hals.

  • Fühle zunächst an deinem Kopf, wo die Schädelbasis verläuft. Meist entdeckst du da schon einen Punkt (oder mehrere), die verdächtig schmerzen, wenn du drauf drückst.
  • Massiere nun mit einem oder zwei Fingern die ganze Schädelbasis entlang. Konzentriere dich dabei auf die schmerzenden Stellen. Massiere mit Druck, ruhig etwas in den Schmerz hinein. Deine Richtung ist der Uhrzeigersinn.

>>> Bei mir schmerzt häufig die reche Seite, wenn ich rechtsseitige Migräne entwickle. Ebenso ist es in den seltenen Fällen, wenn ich linksseitig Migräne bekomme: Dann schmerzt ein bestimmter Punkt links an der Schädelbasis. <<<

  • Massiere so lange, bis der Schmerz in dem Punkt nicht mehr spürbar ist, maximal aber eine Minute. Gehe dann weiter zum nächsten Punkt.
  • Hast du alle Punkte durch, lege beide Hände mit den Fingerspitzen quer über deinen Kopf. Wo, ist egal, denn du gehst nun nach und nach die gesamte Kopfhaut durch, um sie zu lockern.
  • Bewege die Fingerspitzen synchron in einem kleinen Kreis, sodass die Kopfhaut ein winziges Stück verschoben wird. Versetze die Fingerspitzen an eine andere Stelle und tu dasselbe.
  • Stirn und Schläfen auslassen! Massiere nur dort, wo Haare sprießen.

Besonders diese Übung empfinde ich als super entspannend. Sie hat mir auch schon oft geholfen und eine beginnende Migräne vertrieben. Allerdings muss man dazu wirklich rechtzeitig handeln.

Weil sie zudem so wohltuend ist, kannst du sie auch anwenden, wenn du keine Migräne hast. Ich empfehle das sogar. Versuche, sie in deinen Tagesablauf zu integrieren: Jede Verspannung erzeugt Blockaden der Körperenergie. Löse sie, um mehr vom Leben zu haben!


Tipp #2 – Nackenmuskeln lockern gegen Migräne

Direkt anschließen kannst du diese Übung. Sie ergänzt die Kopfmassage und führt zu noch größerer Entspannung im Kopf- und Schulterbereich. Am besten führst du sie wie Übung 1 im Sitzen durch.

  • Lege beide Hände auf deinen Nacken, jede Hand auf ihrer Körperseite. Geh so tief, wie es dir möglich ist. Deine Ellbogen zeigen nun nach vorn oder schräg nach oben. Deine Fingerspitzen zeigen in Richtung Po.
  • Senke die Ellenbogen und beginne dabei, Schultern und Nacken kräftig zu kneten.
  • Geh den ganzen Nackenbereich durch, nach rechts und nachlinks, geh auch hoch bis zum Hals. Auch dort kannst du viel bewirken! Sei am Hals aber vorsichtiger und “ziehe” die Haut lediglich ein bisschen zur Seite.

In dem ganzen Bereich verlaufen zahlreiche Muskeln, die du auf diese Art lockern kannst.

Wer sich keine Zeit für eine ausufernde Massage nehmen kann oder möchte, der sollte es einmal mit der folgenden Übung versuchen. Sozusagen ein Quickie für die Nackenmuskulatur! Du findest unter der Adresse den Link zu einem Video des NDR, welches dir zeigt, wie du Nackenmuskeln effektiv dehnen kannst.

https://www.ardmediathek.de/ndr/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9iZTE5ODAwYy00ZjJmLTRhYWQtODE0MS0wMmI4ODA5OWIxYjY/


Tipp #3 – Pfefferminzöl hilft beim Migräne Vorbeugen

Wer Pfefferminzöl kennt, weiß, dass es in akuten schweren Migränefällen überhaupt nicht hilft. Aber das ist nicht, wovon ich hier rede. Hier soll es um leichte, um beginnende Migräne gehen. Da kann Pfefferminzöl sehr gut helfen.

Mir persönlich hilft Pfefferminzöl so:

  • verringert Übelkeit
  • lindert Schmerzen
  • unterstützt die Kopfmassage aus Tipp #1

Der letzte Punkt ist wichtig. Es gibt also zwei Möglichkeiten, das Pfefferminzöl aufzutragen. Du trägst es entweder großflächig auf, dann wirkt es auch gut. Gezieltes Auftragen kann aber die Kopfmassage unterstützen. Dann kommt es auf exakt die Punkte, welche ich in Tipp #1 beschreibe.

Ich nutze eine Kombination aus beidem: Zunächst kommt es großflächig auf die gesamte Stirn und beide Schläfen. Außerdem massiere ich je einen Tropfen in die Punkte entlang der Schädelbasis ein, welche ich vorhin massiert habe.

Magst du Pfefferminzöl, kannst du natürlich bereits die Massage damit unterstützen!

Diese drei Tipps helfen mir sehr oft bei beginnender Migräne!

Das könnte dich auch interessieren: Was ich sonst noch so gegen Migräne tue, läuft immer auf Entspannung hinaus, denn Stress ist einer der wichtigsten Migräne Auslöser.
Lies hier mehr darüber:
>>> wie Stress eigentlich funktioniert und …
>>> wie du ihn überlisten kannst!

Entspannte Grüße – Susanne

Wichtige Info? Hilf anderen und teile diesen Beitrag!