So erkennst du richtig gutes CBD-Öl #2: Gütesiegel


*enthält unbeabsichtigte Werbung wegen Markennennung

Im Teil eins ging es um den CBD-Gehalt. Darum geht’s heute:

“Bio” ist gut, doch spezielle Siegel für CBD-Öl sind besser: Unabhängige CBD Gütesiegel geben Orientierung und helfen bei der Kaufentscheidung. Derzeit gibt es lediglich zwei Siegel: den AC-Tropfen und das Leafly Gütesiegel. Zu wenig? Nein – ein echtes Alleinstellungsmerkmal!

Update Oktober 2020:
Das Leafly Gütesiegel ist veraltet und wird nicht mehr vergeben. Damit ist der AC-Tropfen von Arge Canna zurzeit das einzige aktuelle Gütesiegel für CBD Öl!

Richtig gutes CBD-Öl im Labor

Hochwertiges CBD-Öl braucht keine Analyse zu scheuen. Es besteht vor den strengen Augen von Lebensmittelprüfern ebenso wie vor denen der Käufer. Doch wie sollen Letztere wissen, welches Öl wirklich gut ist? Schließlich ist Öl gleich Öl, und wer mehr wissen will, hält sich an die Angaben des Herstellers.

Leider ist es nicht ganz so einfach, denn die Qualität der Öle schwankt stark. Aufschluss über das, was drin ist, können einzig Laboruntersuchungen geben. Doch die kann sich nicht jeder leisten, zudem wäre der Aufwand unverhältnismäßig. Unabhängige Gütesiegel können da viel bewirken. Bei der Masse an Herstellern ein echtes Alleinstellungsmerkmal! Das erkennen auch immer mehr Hersteller und lassen ihre CBD-Öle testen.


“AC-Tropfen” der ARGE CANNA

Dieses Gütesiegel ist das älteste überhaupt: Es existiert seit 2016 und gibt damit dem rasant wachsenden CBD-Öl-Markt Struktur. Bisher haben sich acht Hersteller den umfangreichen Tests unterzogen. Getestet wird dabei immer dasselbe: cannabinoidhaltige Produkte. Denn AC-Tropfen erhalten sowohl Öle, als auch andere Mischprodukte. Neu seit 2019 sind CBD-Kristalle und CBD-Blüten. Sie alle müssen ein paar Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt für den Test infrage zu kommen.


AC-Topfen: Das sind die Voraussetzungen

Bevorzugt testet die ARGE CANNA Vollspektrum und Bio-Öle. Isolat wird nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Der Hanf muss aus EU-zertifiziertem Anbau stammen, die Herstellung in Österreich oder dessen Nachbarländern stattfinden. Zum Test gehören nicht nur die technischen Parameter, auch die Herstellungsbedingungen werden mit einbezogen, etwa Druck oder Hitze. Das Ergebnis ist der AC-Tropfen, welcher pro Hersteller für ein Referenzprodukt vergeben wird.


AC-Tropfen: Das wird untersucht

  • Cannabinoide
  • Mikrobiologie (Schimmel u.a.)
  • Terpene
  • Belastungswerte (Pestizide, Schwermetalle)
  • Lösungsmittelrückstände (neu seit 2019)
  • PAK = prozyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (neu seit 2019)

Weitere Voraussetzung: Der THC-Gehalt muss unter 1 Prozent liegen.


Wo wird für den AC-Tropfen getestet?

ARGE CANNA kooperiert mit ausgewählten zertifizierten Laboren in ganz Europa. Partnerlabore sind unter anderem die Fundación Canna in Barcelona oder auch das Institut für Hanfanalytik in Wien.


Diese Firmen haben bisher den AC-Tropfen erhalten (Links führen zu ARGE-CANNA-Seiten)

(Stand Mai 2020)


AC-Tropfen: Wer steckt dahinter?

Hinter dem Verein ARGE CANNA stecken österreichische Aktivisten, die einen freieren Umgang mit Cannabis anstreben. Dessen Nutzung für medizinische Zwecke steht dabei im Mittelpunkt. Ihre besondere Expertise: Viele von ihnen haben selbst Erfahrung mit Cannabis als Medikament.

Der Verein hat sich in den letzten Jahren sehr für Aufklärung zu THC, CBD und Co. engagiert. So veröffentlichte er etwa im Jahr 2018 einen vielbeachteten CBD-Öl Test: Erstmalig analysierten Labore, ob europäische CBD-Öle das halten, was ihre Hersteller versprechen. Die Ergebnisse findest du hier. Für ihr Gütesiegel “AC-Tropfen” erhielten die Österreicher im selben Jahr von der ICPC einen Spezialpreis für Innovation und Grundlagenforschung.


Leafly Gütesiegel

Dieses Siegel ist noch ganz neu, deshalb erhielten es erst zwei Hersteller. Lanciert im April 2019, kann es dem “AC-Tropfen” ernste Konkurrenz machen. Der Grund: Die Vergabekritierien sind etwas weniger umfangreich als bei den streng auf Bio ausgerichteten Österreichern. Dafür ist das Siegel auf den ersten Blick verständlich und leicht erfassbar. Eine komplette Analyse steht aber auch zur Verfügung: Sie lässt sich als .pdf herunterladen.


Leafly Gütesiegel: Das sind die Voraussetzungen

Leafly untersucht ausschließlich Vollspektrum, also kein Isolat. Die maximale Konzentration an enthaltenem CBD darf nur 10 Prozent betragen.


Leafly Gütesiegel: Das wird untersucht

  • CBD-Konzentration
  • die drei wichtigsten Terpene: Mycene, Linalool und Limonene
  • Mikrobiologie (Schimmel u.a.)
  • Schwermetalle
  • Pestizide

Wo wird für das Leafly Gütesiegel getestet?

Im QSI, ansässig in Bremen. Dieses Institut darf offiziell Hanfprodukte analysieren, weil es die nötige Zulassung der Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte besitzt.


Diese Firmen haben bisher das Leafly-Gütesiegel erhalten


Leafly Gütesiegel: Wer steckt dahinter?

Leafly ist ein deutschsprachiges Infoportal für Themen rund um Cannabis als Medizin. Der Ableger eines amerikanischen Portals eröffnete vor kurzem auch einen Shop. Leafly verbreitet neben News umfangreiches Basiswissen zu Cannabis und sorgt damit für Aufklärung. Mit einem eigenen Gütesiegel möchte Leafly Orientierung im Dschungel der Produkte geben.


Fazit CBD-Öle mit eigenem Gütesiegel

Derzeit gibt es zwei Gütesiegel speziell für CBD-Öle: Den “AC-Tropfen” der ARGE CANNA und das Leafly-Gütesiegel. Beide untersuchen vor allem den CBD-Gehalt, aber auch das Spektrum an Terpenen. Hinzu kommen Untersuchungen zur Mikrobiologie und eventuelle schädliche Rückstände. Bedenke bitte, dass die Hersteller ihre Öle selbsttätig einsenden müssen. Wer das (noch) nicht tut, fällt aus dem Raster. Das muss jedoch nicht heißen, dass Öle ohne eines dieser beiden Gütesiegel schlechter sind. Sie wurden nur noch nicht untersucht!



Entspannte Grüße – Susanne


Wichtige Info? Hilf anderen und teile diesen Beitrag!