CBD und Migräne: 2 neue Studien


Eine neue Studie bestätigt Wirksamkeit von Cannabis bei Migräne. Was daran so interessant ist, erkläre ich hier! Zudem stelle ich eine zukünftige Studie vor, die endlich für Klarheit sorgen wird und zeigt, wer Recht hat: Skeptiker oder CBD-Botschafter!


Studie zu Cannabis bei Kopfschmerzen und Migräne

Für Eilige hier das Ergebnis vorweg: Cannabis, sofern inhaliert, verringert auf statistisch signifikante Art Kopfschmerzen und Migräne. Die Anfallshäufigkeit reduzierte sich dadurch um nahezu 50 Prozent.

Quelle: Carrie Cuttler et al., Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine, veröfftl. November 2019.


Studiengrundlagen

  • Wer: knapp 2000 kanadische Patienten, die medizinisches Cannabis verordnet bekamen, davon: 1,306 mit Kopfschmerzen und 653 mit Migräne
  • Wie: mithilfe einer Cannabis-App wurden anonymisierte Daten ausgewertet: Dosierung, Konsumgewohnheiten und wie Cannabis sich auf bestimmte Symptome auswirkte. Die App hatte die in Kanada verwendeten Sorten schon gespeichert: also auch, welchen Anteil jeweils THC / CBD am konsumierten Cannabis hatten.
  • Was: Inhalieren von Cannabis oder Cannabis Konzentrat
  • Warum kanadische Patienten für die Uni Washington: Kanada hat offenbar einen sehr gut regulierten Cannabis-Markt. Produkte unterliegen strengen Richtlinien und die an Patienten abgegebenen Sorten sind gut dokumentiert, vor allem auch im Hinblick auf THC und CBD Gehalt.

Kritik: Placebo-Kontrollgruppe fehlt! Ganz allgemein muss man sich hier auf die Angaben der Nutzer verlassen.

Ergebnis: Zahl der Migräne Anfälle konnte bei allen Patienten signifikant reduziert werden – bei über achtzig Prozent der Probanden um nahezu 50 Prozent. Je mehr Schmerzen jemand hatte, desto größer war die Erleichterung nach dem Rauchen von Cannabis.

Na und? Was ist daran so erstaunlich? Schließlich ist Cannabis ja nicht dasselbe wie CBD!


1 Schmerzlinderung unabhängig von CBD oder auch THC Gehalt!

Cannabis scheint in jedem Fall zu wirken. Das überraschte selbst die Studienautoren. Sie hatten erwartet, dass sich THC und CBD gegenseitig beeinflussen würden oder dass es sortenabhängige Ergebnisse gibt. Vielmehr ergab sich aber Folgendes:

Cannabis wirkt gegen Kopfschmerzen und Migräne unabhängig vom Gehalt an THC oder CBD. Die Wirkung ist auch unabhängig von der Sorte!


2 Konzentrate besser als pures Cannabis

Hier geht es um das Problem der Gewöhnung: Je mehr man nimmt, desto mehr braucht man langfristig, um denselben Effekt zu erzielen. In der Erhebung zeigte sich, dass dies bei Konzentrat nicht der Fall war. Hingegen trat die Gewöhnung immer dann auf, wenn Cannabis pur (Flowers) inhaliert wurde. Woran das lag, lässt sich bisher nur vermuten.


Noch nicht überzeugt? 2022 wissen wir mehr zu CBD und Migräne!

Warum? Es gibt eine klinische Studie, die gerade anläuft. Hier ist die Ankündigung mit allen Details:

Dr. Farnaz Amoozegar, Uni Calgary (CAN): Cannabis for the Prophylactic Treatment of Migraine (klinische Studie)

Dort sollen 120 Patienten mit chronischer Migräne untersucht werden. Ziel ist, herauszufinden, ob CBD bei Migräne hilft und wie sicher dessen Gebrauch ist. Dabei werden unterschiedliche Dosierungen genutzt: eine geringe Dosis, eine hohe Dosis und eine Placebo-Gruppe mit 0 mg CBD.

Die geringste Tagesdosis soll 50 mg CBD betragen. Diese Studie wird allen wissenschaftlichen Anforderungen genügen: Sie ist randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert.

Abschlussergebnisse erwarten die Wissenschaftler bis Juni 2022. So lange braucht es Geduld – und Mut zum Experiment!


Entspannte Grüße – Susanne

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Hinweis: Ich verkaufe hier keine CBD-Produkte. Ich gebe auch keine Rechtsberatung. Diese Seite ist rein informativ! Du findest deshalb hier keine Heilsversprechen. Alles, worüber ich berichte, sind meine eigenen Erfahrungen oder Fakten, die in Studien erforscht wurden. Beachte zudem, dass CBD sehr individuell wirkt!

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